Bei Datensicherung geht es nicht um die Frage, ob gesichert wird – das behauptet praktisch jeder. Es geht um zwei andere Fragen: Wird das Richtige gesichert? Und: Wurde die Rücksicherung schon einmal getestet?
Was bei einer cobra Installation gesichert gehört
Eine cobra Umgebung besteht aus mehr als einer Datenbank. Wer nur einen Teil sichert, hat im Ernstfall ein System ohne Inhalte oder Inhalte ohne System.
| Bestandteil | Warum er dazugehört |
|---|---|
| Microsoft SQL Server | Hier liegen Adressen, Vorgänge und Historie – das Herzstück |
| cobra Systemverzeichnisse | Konfiguration, Ansichten, Vorlagen, Anpassungen |
| Dokumentenverzeichnisse | Angebote, Verträge, Korrespondenz – oft außerhalb der Datenbank abgelegt |
| Vorlagen und Berichte | Über Jahre gewachsen, im Ernstfall kaum zu rekonstruieren |
| Schnittstellen-Konfigurationen | Anbindungen und Automatisierungen, die sonst neu eingerichtet werden müssen |
Der Punkt, der am häufigsten fehlt, ist das Dokumentenverzeichnis. Weil es außerhalb der Datenbank liegt und häufig auf einem anderen Laufwerk, fällt es bei einer rein datenbankorientierten Sicherung durchs Raster. Dann sind nach einer Rücksicherung alle Datensätze da – und alle angehängten Dokumente weg.
Der SQL Server – egal in welcher Ausbaustufe
Wir sichern den Microsoft SQL Server unabhängig von der eingesetzten Edition: Express, Standard oder Datacenter. Gerade die Express-Edition ist bei kleineren Installationen verbreitet und bringt eine Tücke mit: Sie hat selbst keine Aufgabenplanung für Wartungspläne. Wer sich darauf verlässt, dass „der SQL Server sich schon sichert“, hat unter Umständen gar keine Sicherung.
Wichtig ist außerdem, dass eine konsistente Sicherung entsteht. Eine laufende Datenbankdatei einfach mitzukopieren, erzeugt eine Datei, die im Ernstfall nicht zurückspielbar ist. Deshalb wird die Datenbank über den vorgesehenen Weg gesichert, nicht über den Dateiexplorer.
Unser Werkzeug: novaBACKUP
Wir setzen für cobra Umgebungen novaBACKUP ein. Der praktische Vorteil: Datenbank, Verzeichnisse und System lassen sich in einer Lösung abbilden, statt drei verschiedene Werkzeuge zu betreuen, von denen jedes einzeln überwacht werden müsste.
Zu einer Einrichtung durch uns gehört:
- Bestandsaufnahme. Was ist vorhanden, was wird heute gesichert, was fehlt?
- Sicherungsplan. Was wird wie oft gesichert, wie lange aufbewahrt, wohin geschrieben?
- Trennung vom Produktivsystem. Eine Sicherung, die auf demselben Server liegt, hilft bei einem Hardwaredefekt nicht.
- Überwachung. Eine Meldung, wenn ein Lauf fehlschlägt – sonst merkt es niemand.
- Rücksicherungstest. Der Teil, den fast alle auslassen und der als einziger beweist, dass die Sicherung etwas taugt.
Die unbequeme Wahrheit: Eine Sicherung ist erst dann eine Sicherung, wenn Sie einmal erfolgreich zurückgespielt haben. Alles davor ist eine Vermutung. Wir planen diesen Test deshalb fest ein – nicht, weil wir Zweifel an der Software haben, sondern weil sich dabei regelmäßig herausstellt, dass eine Kleinigkeit fehlt.
Passende Gelegenheiten
Ein Sicherungskonzept lässt sich jederzeit einrichten, aber besonders naheliegend ist es bei ohnehin anstehenden Arbeiten: bei einem Serverumzug, einem Update auf cobra 2026 oder beim Wechsel in die Cloud. In allen drei Fällen wird ohnehin eine vollständige Sicherung gebraucht – dann kann daraus gleich ein dauerhaftes Konzept werden.
Lassen Sie uns Ihre Sicherung ansehen. Wenn alles passt, sagen wir das genauso deutlich.