Ein Serverumzug verändert an Ihrer cobra Lösung inhaltlich nichts – sie soll danach genauso arbeiten wie vorher, nur auf anderer Hardware. Genau das macht ihn tückisch: Weil nichts Neues dazukommt, wird der Aufwand gern unterschätzt.
Typische Anlässe
- Die vorhandene Hardware ist am Ende ihrer Laufzeit.
- Das Betriebssystem oder die SQL-Version erreicht das Supportende.
- Ein Standortwechsel oder eine Umstrukturierung steht an.
- Ein IT-Dienstleister wird gewechselt.
- Der Server soll ganz verschwinden – dann führt der Weg in die Cloud.
Was wir vorher klären
| Punkt | Warum er zählt |
|---|---|
| Aktuelle cobra Version | Ein alter Stand läuft nicht zwingend auf einem neuen Betriebssystem – ggf. gehört ein Update dazu |
| Datenbank | Version, Größe, Wartungspläne, Sicherungsstrategie |
| Verzeichnisse und Dokumente | Dokumentenablagen liegen oft außerhalb der Datenbank und werden gern vergessen |
| Schnittstellen | Anbindungen an ERP, Mailsystem oder Automatisierungen müssen neu verdrahtet werden |
| Clients | Bekommen alle Arbeitsplätze die neue Verbindung, und wer macht das? |
| Lizenzierung | Manche Bestandteile sind an die Umgebung gebunden |
Der Ablauf
- Neue Umgebung bereitstellen – parallel zur laufenden Installation.
- Testumzug mit einer Kopie der Produktivdaten.
- Funktionsprüfung im Testsystem durch Ihre Key-User: Ansichten, Berichte, Vorlagen, Schnittstellen, Dokumentzugriff.
- Termin festlegen – üblicherweise außerhalb der Arbeitszeit, nie zum Monatsende.
- Vollständige Sicherung, dann Umzug der aktuellen Daten.
- Clients umstellen und einen Testzugriff pro Arbeitsplatz.
- Alte Umgebung stehen lassen, bis der Betrieb ein bis zwei Wochen stabil läuft.
Punkt sieben ist der Rückfallplan. Er kostet nichts außer etwas Geduld und hat schon manches Wochenende gerettet.
Zusammen mit anderen Vorhaben
Wenn ohnehin ein neuer Server kommt, ist das der günstigste Zeitpunkt für ein Update auf cobra 2026 – zwei Umstellungen in einem Wartungsfenster statt zwei getrennter Projekte. Wichtig ist nur, beide Schritte getrennt zu testen: Erst Umzug prüfen, dann Update prüfen. Sonst weiß im Fehlerfall niemand, woran es liegt.
Was am häufigsten vergessen wird: Dokumentenpfade. Wenn Verknüpfungen auf einen Serverpfad zeigen, der nach dem Umzug anders heißt, funktionieren Ihre Daten – aber die angehängten Dokumente nicht mehr. Das prüfen wir im Testlauf ausdrücklich mit.
Sie planen einen Serverwechsel oder wissen noch nicht, ob es überhaupt wieder ein eigener Server sein soll? Dann lohnt der Blick auf die Betriebsmodelle – oder sprechen Sie uns direkt an.